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Wie erbrütet man Artemia?

 Im Folgenden haben wir euch ein Schlupfprotokoll zusammengestellt, welches sich nach unserer jahrelangen Erfahrung in der marinen Aquakultur als erfolgreich und zuverlässig heraus gestellt hat. Zusätzlich bezieht sich das Protokoll auf die Erkenntnisse von Lavens & Sorgeloos 1996.

1. Salzwasser ansetzen

Artemia-Eier in frisch angesetztem Salzwasser inkubieren. Das Wasser sollte vorher sterilisiert werden und 15 bis 30 g/l Salz enthalten. Am besten die Salzwasser-Lösung mit abgekochten Leitungswasser oder Osmose-Wasser sowie Salz ansetzen. Bitte am besten spezielles Artemia Salz vom Fachmann nutzen. Im Zweifelsfall kann man es auch mit Kochsalz probieren. Bestimmte Meersalzmischungen aus dem Fachhandel, egal wie teuer Sie auch sein mögen, können Spuren von Schwermetallen enthalten und den Schlupferfolg sehr stark beeinträchtigen.

2. Behälter und Belüftung

Der Behälter sollte im unteren Bereich konisch zulaufen. Am Ende des unteren Konus bzw. in der Mitte des Behälters wird ein Belüftungsrohr platziert. Dieses sollte einen Durchmesser von 6 bis 8mm haben und relativ grobblasig und intensiv belüften. Es ist sehr wichtig, dass die Artemia-Eier gleichmäßig durchmischt bleiben und nirgendwo sedimentieren können, da die Schlupfrate sonst deutlich vermindert wird. Die Sauerstoffkonzentration sollte bei 5mg/l liegen und 2mg/l nie unterschreiten. Stellt man hingegen zu feine Blasen mit einem Holzausströmer ein, kann das die Eier abschäumen und andererseits die frisch geschlüpften Nauplien austragen. Achten Sie unbedingt darauf keine Aluminium-Teile in ihrer Artemia-Kultur zu verwenden. Diese wirken in Kombination mit Seewasser toxisch für Artemia. 

3. Dosierung der Eier

Bei qualitativ hochwertigen Eiern (Schlupfausbeute > 200.000 Nauplien/Gramm) reicht es 1Gramm Eier pro Liter zu dosieren. Bei Eiern mit mittelguter Qualität ist eine Dosierung von bis zu 2,5g/l in Ordnung. Dieser Wert sollte nicht überschritten werden, da sonst die Sauerstoffkonzentration sehr schnell abfallen kann.

4. Temperatur

Die optimale Bruttemperatur liegt bei den meisten Artemia Arten zwischen 25°C-28°C. Unter 25°C wird der Schlupfvorgang deutlich verlangsamt und über 33°C werden die Nauplien während des Schlupfvorgangs abgetötet.

5. pH-Wert

Der optimale pH-Wert sollte zwischen 8,0 und 8,3 liegen. Frisch angesetztes Meerwasser hat bei 30 g/l normalerweise einen pH-Wert von 8,2. Durch Zugabe von Natriumhydrogencarbonat (bekannt unter Bikarbonat oder Kaiser Natron) kann der pH-Wert nachjustiert bzw. stabilisiert werden. Hierbei sollte jedoch eine Dosierung von 1 g/l nicht überschritten werden.

6. Beleuchtung

Sehr wichtig für das Auslösen des Schlupfvorgangs ist eine möglichst helle Beleuchtung während der gesamten Erbrütung. Wir empfehlen eine Beleuchtungsstärke von 2000 Lux an der Wasseroberfläche.

7. Dauer Inkubation

Der Schlupf erfolgt im Zeitbereich von 24h bis 32h nach Inkubationsbeginn. In diesem Zeitbereich schlüpfen die meisten Nauplien. Die Dauer bis zum Schlupf der ersten Nauplien hängt von der Beleuchtung, der Temperatur und der Artemia Art ab.

8. Fütterung

Die frisch geschlüpften Nauplien sollten möglichst schnell verfüttert werden oder bei 10°C kühl gestellt werden. Nach 24h haben die Nauplien bei 25 °C bereits einen Großteil ihres Nährwerts verloren. Alternativ können die Nauplien mit Mikroalgen angereichert werden, um den Nährwert und den Gehalt an essentiellen Omega-3-Fettsäuren zu steigern.

Quellen

Lavens, P. & Sorgeloos, P. (1996) Manual on the Production and Use of Live Food for Aquaculture. FAO Technical Paper No.361. Food and Agriculture Organization of the United Nations, Rome.

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  • Super Anleitung

    Danke für die Anleitung - sie fasst sehr gründlich und kompakt alles zusammen, was man wissen muss. Für kleine Mengen, sagen wir mal als Futter im Nano-Aquarium, habe ich auch sehr gute Erfahrungen mit diesen Artemia-Aufzuchtschalen gemacht, wie hier: http://schneckenbuntbarsche.com/futter-fuer-schneckenbuntbarsche/

    Die haben den Vorteil, dass nichts brummt. Allerdings ist die Schlupfrate auch deutlich geringer.

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