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Wie erbrütet man Feenkrebse der Art Branchinella thailandensis?

1. Wasser ansetzen

Feenkrebs-Eier in frisch angesetzten kohlensäurefreien Mineralwasser, Quellwasser oder destillierten Wasser ansetzen. Leitungswasser ist ungeeignet da es Schwermetalle und Spuren von Chlor enthalten sowie im pH-Wert stark schwanken kann. Es wird keine weitere Zugabe von Meersalz benötigt, da es sich um Süßwasserkrebse handelt.

2. Behälter und Belüftung

Als Behälter kann entweder ein Inkubationsgefäß für Artemia eingesetzt werden oder ein kleines 3L-Kunstoffaquarium verwendet werden. Eine zusätzliche Belüftung sollte grobblasig sein und mit geringen Durchsatz eingestellt werden. Der Sauerstoffgehalt des Wassers sollte oberhalb von 3,5mg/l liegen.

3. Temperatur

Die optimale Bruttemperatur liegt erfahrungsgemäß bei der Art Branchinella thailandensis zwischen 24°C und 26°C. Dies entspricht auch dem optimalen Temperaturbereich der adulten Tiere.

4. pH-Wert

Der optimale pH-Wert sollte zwischen 7,6 und 8,2 liegen. Kohlensäurefreies Quellwasser bzw. Mineralwasser hat einen pH-Wert um 7,0. Durch Zugabe von Natriumhydrogencarbonat (bekannt unter Bikarbonat oder Kaiser Natron) kann der pH-Wert nachjustiert bzw. stabilisiert werden. Hierbei sollte jedoch eine Dosierung von 0,3 g/l nicht überschritten werden.

5. Dosierung der Eier

Es wird eine maximale Dosierung von 10.000 Eiern auf 3Liter Wasser empfohlen. Man sollte darauf achten, dass möglichst viele Eier vollständig mit Wasser benetzt werden und nach unten sinken. Dies kann man durch intensives Rühren (2-3min), mit einem Stab oder großen Löffel, beschleunigen.

6. Beleuchtung

Sehr wichtig für das Auslösen des Schlupfvorgangs ist eine möglichst helle Beleuchtung während der gesamten Erbrütung. Wir empfehlen eine Beleuchtungsstärke von etwa 2000 Lux. Dies lässt sich bereits mit einer handelsüblichen Schreibtischlampe erzielen.

7. Dauer Inkubation

Der Schlupf erfolgt im Zeitbereich von 1Tag bis 3Tage nach Inkubationsbeginn. In diesem Zeitbereich können bis zu 90% der Eier schlüpfen. Die Dauer bis zum Schlupf der ersten Nauplien hängt von der Beleuchtung und der Temperatur ab.

8. Verfütterung

Die frisch geschlüpften Nauplien sollten möglichst schnell verfüttert werden. Nach 24h haben die Nauplien bei 25 °C bereits einen Großteil ihres Nährwerts verloren. Die Farbe der Nauplien kann zwischen weiß und hellblau variieren.

9. Weiterzucht

Für die weitere Fütterung der Nauplien empfehlen wir die Verwendung von Algen und Hefen. Ein geeignetes Futter ist das Produkt RotiBomb. Füttern Sie möglichst wenig und nach Augenmaß. Durch Zugabe des Pulvers verfärbt sich das Wasser grün. Füttern Sie täglich mit einer Messerspitze so viel, dass das Wasser sich blass grün färbt, Sie jedoch noch gut durchgucken können. Nach 3-4 Wochen werden die Feenkrebse ausgewachsen sein. Es empfiehlt sich, während der Wachstumszeit das Haltungsvolumen stetig zu vergrößern ohne dabei aber das alte Wasser komplett zu wechseln. Wichtig ist das neue Wasser langsam über Stunden verteilt dazu zugeben.

10. Vermehrung

Die ausgewachsenen Feenkrebse werden sich vor allem auf die Eiablage konzentrieren. Die Geschlechtsreife tritt bereits nach 7Tagen ein. Weibchen lassen sich anhand eines Eiersacks am Bauchende erkennen. Die Eier werden frei ins Wasser entlassen und sinken zu Boden. Nach 1-2 Tagen können die Eier vom Boden geerntet werden. Die Eier werden erst schlüpfen nachdem sie einmal getrocknet wurden. Die Elterntiere werden nach 3-4Wochen natürlicherweise sterben.

Quellen

Dararat, W., Starkweather, P.L., Sanoamuang, L. 2011. Life History of Three Fairy Shrimps (Branchiopoda: Anostraca) from Thailand. Journal of Crustacean Biology., 31, 623-629

Dararat, W., Lomthaisong, K., Sanoamuang, L. 2012. Biochemical Composition of Three Species of Fairy Shrimp (Branchiopoda: Anostraca) from Thailand. Journal of Crustacean Biology., 32, 81-87

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